Wir über uns

Wissenschaftliche Erkenntnisse verändern immer rasanter unsere Welt und damit unser Leben, unsere Arbeit, unser Miteinander.

Doch der notwendige Konsens über den wissenschaftlich-technischen Fortschritt stellt sich weder 'naturwüchsig' noch pauschal ein, er will diskursiv erarbeitet werden. Um auf Dauer erfolgreich zu sein, müssen sich alle gesellschaftlichen Akteure an ihm beteiligen (können).

In der Vergangenheit hatten die Gewerkschaften nicht immer den notwendigen Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, um an einer innovativen und sozial verträglichen Zukunft (nicht nur) der Arbeitswelt mitarbeiten zu können. Das soll sich ändern.

Annäherung zwischen Hochschulen und Gewerkschaften

In den letzten Jahren sind Hochschulen und Gewerkschaften an vielen Orten, bei vielen Gelegenheiten und bei vielen Themen aufeinander zugegangen. Sie haben ihr Verhältnis zunehmend normalisiert. Die gesellschaftliche Öffnung der Hochschulen gerade auch für Fragen aus der Arbeitswelt gehört heute ebenso selbstverständlich zur wissenschaftspolitischen Agenda, wie umgekehrt die gewerkschaftliche Beschäftigung mit wissenschaftlichen Fragestellungen. Explizit wird sich zu einer Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung bekannt.

Bei aller erfreulichen Dynamik ist diese Entwicklung jedoch kein Selbstläufer, da manchmal doch recht unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen. Als Mediatoren haben sich Kooperationsstellen bewährt, wie sie seit Anfang der siebziger Jahre an verschiedenen Hochschulen eingerichtet worden sind. Bundesweit kümmern sich aktuell über 20 dieser Schnittstelleneinrichtungen um die Kooperation und den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Arbeitswelt.

Kooperationsstelle in Göttingen

Nach ersten Anläufen in den achtziger Jahren haben die Göttinger Hochschulen und Gewerkschaften im November 1999 eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart. Seit April 2000 betreiben sie gemeinsam die Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie wird von einem paritätisch besetzten Beirat begleitet.

Vordringliche Aufgaben sind Ausbau und Pflege gemeinsamer Kommunikationsstrukturen, der Aufbau eines Kooperationsnetzwerkes sowie die bedarfsabhängige Initiierung von Anwendungs- oder Forschungsprojekten. Forschungs- und Beratungsinteressen von verschiedenen wissenschaftlichen und (regionalen) Akteuren sollen in moderierten Prozessen vermittelt und in gemeinsame Projekte überführt werden. Insbesondere sollen identifizierte arbeitnehmerorientierte Forschungsbedarfe in Projekten begleitet werden. Je nach Zuschnitt übernimmt die Kooperationsstelle in diesen Zusammenhängen Moderationsaufgaben, die Projektorganisation oder die Projektleitung.

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